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Erdbeben – Pagode (Tokyo Sky Tree) nano, 3sat, 22. 6. 2011

Aus der Produktion für die Dokumentation des SWR-Bildungsprogramms „Japan: Achtung Erdbeben“ (SWR, HD, Juni 2011) zum japanischen Erdbeben Frühwarnsystem entstand dieses Magazinstück für das 3sat Wissensmagazin „nano“: zum Video (3sat Mediathek). Dank ans Team: Michael Goldberg, Michael SchlechtSusanne Steffen, die Erbauer des Tokyo Sky Tree und dem Ikegami Honmonji Tempel und allen anderen.

Video hier

Text 3sat:

„Wir setzen auf die Erschütterungskontrolle mit einem Mittelpfosten“, schildert Bauleiter Michio Keii. „Die Funktion dieses Shinbashira ist noch immer letztendlich ein Rätsel. Weil die Pagoden aus Holz sind, konnten wir das System nicht einfach übernehmen. Bei den Pagoden hängt der Mittelpfosten nicht starr mit dem Rest der Konstruktion zusammen, sondern bewegt sich beim Beben unabhängig vom Rest. Wenn man dieses Prinzip geschickt einsetzt, hilft dies, die Kräfte von Erdbeben abzuleiten.“

„Achtung Erdbeben“

Der Film für das Bildungsprogramm des SWR (ARD). Darin wollen wir verstehen, wie das Frühwarnsystem funktioniert, ob/wie es am 11. März funktionierte und wir begleiten zwei Schüler (Saya und Tomohiro) durch Tokio, eine Stadt, die mit den vielen Erdbeben lebt und leben wird.  3D Animationen kommen von der Karlsruher Firma tema medien. Mehr zum beteiligten Team bei den Dreharbeiten in Tokio Ende Dezember 2010 hier.

SWR Bildung: Erdbebenfrühwarnung in Japan

Kurz vor dem Jahreswechsel der zweite und letzte Dreh zum Thema des japanischen Erdbebenfrühwarnsystems in Tokio: mit dem gleichen Team wie im Januar 2010 beim Dreh für Wwie Wissen/nano.

Tokyo Sky Tree Im Dezember 2010

5000 Beben gibt es in Japan jedes Jahr. In der Kantoregion auf Japans Hauptinsel Honshu mit dem über 30 Millionen Menschen beherbergenden Grossraum Tokio hat es seit 1998 sogar vier Beben der Stärke >7.0 gegeben. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich hier das Big One – das Tokai Jishin, das große Beben im Großraum Tokio ereignet.

Sinnbild des heutigen Überlebenswillens der Tokioter wird er sein: der 600 Meter hohe „Tokyo Sky Tree“, ein neuer Fernsehturm für das digitale Zeitalter. 2011 soll er fertig sein. Er überragt genau die Gegend, die am meisten in Tokio gefährdet ist: der Norden der Stadt mit den Tausenden alten Häusern, mit Gasleitungen und engen Strassen. Die spezielle Wabenstruktur ist der Architektur japanischer Pagoden nachempfunden, die nachweislich schwere Erdbeben über Jahrhunderte zumeist unbeschadet überstanden haben.

Honmonji Tempel

Beim Tokyo Sky Tree wird das über eine zweiteilige Struktur geschafft: ein Stahlrohrrahmen-Geflecht umschließt einen Betonzylinder als Kern des Turmes. Ebenso ist das Fundament wie bei den Stollen eines Fussballschuhes aufgebaut, um die Schwingungen eines gewaltigen Bebens vom Gebäude abzuführen. Tests haben gezeigt, dass der Turm so Beben von der Stärke 7.9 fast unbeschadet überstand.

Dreharbeiten u.a. am Tokyo Sky Tree, der Honmonji Pagode, bei der Tokioter Feuerwehr, in der Tokyo Station.

Fertigstellung des Filmes für das SWR/WDR Bildungsprogramm voraussichtlich im März 2011.

3sat, nano (1. 3. 2010) Langfassung Japan. Erdbebenfrühwarnung

… an diesem Tag in „nano“ aus Anlaß des Chile – Bebens: mit weiteren Experten der Tokio Universität, anderer Erdbebengrafik und Frühwarngeräten für zu Hause. (online-Text vom ZDF)
Video in der 3sat Mediathek hier
Die kürzere Fassung auch auf dem ARD YouTube Channel

Japan: Frühwarnung bei Erdbeben (ARD, 7. 2. 2010)

Abschluss der Dreharbeiten für einen Film über das japanische Erdbeben-Frühwarnsystem im Grossraum Tokio mit Susanne Steffen (japan update) und Michael Goldberg links/Michael Schlecht rechts im Bild (international videoworks) (hier) in der Erdbeben – Zentrale der verantwortlichen Regierungsbehörde JMA.
Der Film erinnert auch an das grosse Beben von 1923, bei dem in Tokio und Yokohama mindestens 100000 Menschen umgekommen waren, viele durch die Feuerstürme in den damals zumeist aus Holz gebauten Wohnvierteln.
Wir gehen in den Urnenkeller im Yokoamicho Park, wo die Asche von etwa 30000 Erdbebenopfern aufbewahrt wird, die nach der Katastrophe nicht mehr zu identifizieren waren. Und wir fragen danach,  welche Chancen die Bewohner der Metropole bei einem großen Beben heute haben.
Zuerst in „W wie Wissen“ heute (7. 2. 2010)  ARD, 17:00 Uhr
Video in der ARD Mediathek und im  ARD YouTube Channel