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Fukushima: Ein Jahr danach ARD/SWR/3sat Produktionen 8. und 9. März 2012

Nach den Dreharbeiten Ende Januar/Anfang Februar u.a. in Tokio, Funabashi, Koriyama, Osaka kommen jetzt die Filme zu den Zuschauern und das Hörfunk – Feature zu den Hörern.

Aktuell:
Radiofeature in der SWR Mediathek zu Japans Energiewende

Großen Dank ans Team: Michael Goldberg, Michael SchlechtSusanne Steffen, Eriko Nicolaysen, Yamada-san, den vielen Beteiligten im SWR Baden-Baden

aktuell Video Japan: Ein Jahr nach Fukushima (15 min, SWR 2012)
Wann läuft was?
Siehe die Übersichtsseite von swr.de auch mit meinen Produktionen.  Alle Produktionen nach den jeweiligen Sendungen im Internet.

Der W wie Wissen Film ( am 4. 3. 2012) zum Neuanfang bei Erdbebenwissenschaft und Bauindustrie ist bereits gelaufen.

Mit der Frage einer Energiewende/Atomausstieg in Japan (wenn ja, wie) beschäftige ich mich am Freitag im nano – Spezial (video)
Das ist auch das Thema unseres SWR2 Radio Features
Atomkatastrophe von Fukushima – Japans Energiewende (Sendung: 12. 3. 2012, 8:30 – 9:00 Uhr)

Leben mit der Strahlung

Für die planet schule Doku: Japan – Ein Jahr nach Fukushima habe ich vor ein paar Wochen eine Schule und eine Familie in Koriyama besucht, die etwa 40 km von Fukushima Daiichi entfernt, seit März 2011 im Strahlenregen leben und auch weiter leben werden. Etwa 1,5 Millionen Menschen sind in der Umgebung von Fukushima Daiichi in ihrem Alltag und in ihren Gesundheitserwartungen von der Atomkatastrophe betroffen. In Japan sind diese Regionen inzwischen vergessen, abgeschrieben, stigmatisiert worden. Laut sagt das natürlich kaum niemand.
Die japanische Journalistin (ausführlich im planet schule Film) Hiroko AIHARA klagt an:

„Die (Politiker und Mediengurus aus Tokio) würden, wenn sie denn einmal nach Koriyama kommen würden,  erkennen, dass auch in diesen hoch verstrahlten Gebieten Kinder sind, die dort leben müssen. Das sollen sie einmal erleben. Und nicht unter den Tisch kehren. Die Kinder leben dort und essen und trinken dort, sie lernen dort und spielen. Sie verbringen Zeit mit ihren Familien dort. Die Politiker  sollen nicht vergessen, dass dort in Koriyama wirklich Menschen leben.“

Speziellen Dank an die Protagonisten in Koriyama, die ihre Herzen und ihre Wohnung/Schule öffneten: keine Selbstverständlichkeit in dieser Situation.

video

Sendetermine:
SWR Fernsehen Do. 08.03.2012, 7:45
WDR Fernsehen Fr. 09.03.2012, 8:05
WDR Fernsehen Fr. 16.03.2012, 8:50

Erdbeben – Pagode (Tokyo Sky Tree) nano, 3sat, 22. 6. 2011

Aus der Produktion für die Dokumentation des SWR-Bildungsprogramms „Japan: Achtung Erdbeben“ (SWR, HD, Juni 2011) zum japanischen Erdbeben Frühwarnsystem entstand dieses Magazinstück für das 3sat Wissensmagazin „nano“: zum Video (3sat Mediathek). Dank ans Team: Michael Goldberg, Michael SchlechtSusanne Steffen, die Erbauer des Tokyo Sky Tree und dem Ikegami Honmonji Tempel und allen anderen.

Video hier

Text 3sat:

„Wir setzen auf die Erschütterungskontrolle mit einem Mittelpfosten“, schildert Bauleiter Michio Keii. „Die Funktion dieses Shinbashira ist noch immer letztendlich ein Rätsel. Weil die Pagoden aus Holz sind, konnten wir das System nicht einfach übernehmen. Bei den Pagoden hängt der Mittelpfosten nicht starr mit dem Rest der Konstruktion zusammen, sondern bewegt sich beim Beben unabhängig vom Rest. Wenn man dieses Prinzip geschickt einsetzt, hilft dies, die Kräfte von Erdbeben abzuleiten.“

„Achtung Erdbeben“

Der Film für das Bildungsprogramm des SWR (ARD). Darin wollen wir verstehen, wie das Frühwarnsystem funktioniert, ob/wie es am 11. März funktionierte und wir begleiten zwei Schüler (Saya und Tomohiro) durch Tokio, eine Stadt, die mit den vielen Erdbeben lebt und leben wird.  3D Animationen kommen von der Karlsruher Firma tema medien. Mehr zum beteiligten Team bei den Dreharbeiten in Tokio Ende Dezember 2010 hier.

SWR Bildung: Erdbebenfrühwarnung in Japan

Kurz vor dem Jahreswechsel der zweite und letzte Dreh zum Thema des japanischen Erdbebenfrühwarnsystems in Tokio: mit dem gleichen Team wie im Januar 2010 beim Dreh für Wwie Wissen/nano.

Tokyo Sky Tree Im Dezember 2010

5000 Beben gibt es in Japan jedes Jahr. In der Kantoregion auf Japans Hauptinsel Honshu mit dem über 30 Millionen Menschen beherbergenden Grossraum Tokio hat es seit 1998 sogar vier Beben der Stärke >7.0 gegeben. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich hier das Big One – das Tokai Jishin, das große Beben im Großraum Tokio ereignet.

Sinnbild des heutigen Überlebenswillens der Tokioter wird er sein: der 600 Meter hohe „Tokyo Sky Tree“, ein neuer Fernsehturm für das digitale Zeitalter. 2011 soll er fertig sein. Er überragt genau die Gegend, die am meisten in Tokio gefährdet ist: der Norden der Stadt mit den Tausenden alten Häusern, mit Gasleitungen und engen Strassen. Die spezielle Wabenstruktur ist der Architektur japanischer Pagoden nachempfunden, die nachweislich schwere Erdbeben über Jahrhunderte zumeist unbeschadet überstanden haben.

Honmonji Tempel

Beim Tokyo Sky Tree wird das über eine zweiteilige Struktur geschafft: ein Stahlrohrrahmen-Geflecht umschließt einen Betonzylinder als Kern des Turmes. Ebenso ist das Fundament wie bei den Stollen eines Fussballschuhes aufgebaut, um die Schwingungen eines gewaltigen Bebens vom Gebäude abzuführen. Tests haben gezeigt, dass der Turm so Beben von der Stärke 7.9 fast unbeschadet überstand.

Dreharbeiten u.a. am Tokyo Sky Tree, der Honmonji Pagode, bei der Tokioter Feuerwehr, in der Tokyo Station.

Fertigstellung des Filmes für das SWR/WDR Bildungsprogramm voraussichtlich im März 2011.