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Dr. Michael Hänel
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Angaben nach UnivIS

Projektseminar: „Regatta für den Frieden“ – Hoffnungen und politische Realität im Sommer 1989 (050119)

Seminar, 2 SWS, Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung findet eine Exkursion am 17.05.2019 nach Flensburg-Glücksburg-Rendsburg statt.

Zeit und Ort: Fr 14:15 – 15:45, LS8 – R.101/102
vom 12. 4. 2019 bis zum 5. 7. 2019

Inhalt Der Sommer 1989 war einer der heißesten des Jahrhunderts: meteorologisch, politisch, militärisch. Noch im Juli sprach (fast) niemand in Kiel, Leipzig oder Leningrad von einer politischen Wende, einer Öffnung der Grenzen des Kalten Krieges oder gar einer Beseitigung der sozialistischen Herrschaft in der DDR oder in Osteuropa. Die Ostsee war, trotz Perestroika und der laufenden Abrüstungsverhandlungen, der militärische Aufmarschplatz der NATO, der NVA und der sowjetischen Baltischen Flotte. Die Nuklearkriegsgefahr war nicht gebannt. Mehrere (West-) Friedensinitiativen wollten diesen Kreislauf durchbrechen: die „Segelregatta für Kultur, Ökologie und Frieden“ (1. 8. – 16. 9. 1989) wollte Brücken bauen und auf die verheerende ökologische Situation der Ostsee hinweisen. Auch die politischen Parteien in der SH-Landeshauptstadt waren auf den neuen Wind einer bevorstehenden Wende nicht vorbereitet. Die Regatta startete von Leningrad und führte über Polen nach Kiel. Die DDR lehnte eine Teilnahme ab. Das begleitende Kulturprogramm (z.B. Gedenkkonzert Grönemeyer in Gdansk zum 50. Jahrestags des Kriegsbeginns am 1. 9. 1989) sorgte vor allem in Polen und in Kiel für Schlagzeilen. In Leningrad konnten sich neu gegründete, unabhängige Umweltinitiativen beteiligen. Nachweislich wurden die westlichen Umweltaktivisten von der DDR-Staatssicherheit (und vom KGB in Leningrad) bereits in der Planungsphase und bei der Realisierung der Regatta ausgespäht. Das Praxisseminar bietet Studierenden die Möglichkeit, sich nicht nur anhand von Forschungsliteratur mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Über die Arbeit mit Zeitzeugen und Archivrecherchen (u.a. Stadtarchiv, BStU Rostock/Berlin) bietet es einen eigenständigen Einblick in diese Zeit jenseits der bekannten Hauptorte der politischen Wende 1989/90, verbindet dabei Globalgeschichte mit Regionalhistorie. Das Endprodukt – eine Radiodokumentation – wird im Seminar professionell vorbereitet, produziert, gesprochen und zur Sendung vorbereitet werden.